Leichtathletikgemeinschaft Bamberg - Freude an Bewegung!
Emma Lindner pulverisiert oberfränkischen Rekord
Die Merck Laufgala in Pfungstadt bietet alljährlich ein hochkarätiges Meeting für die Mittelstrecke ein. Sowohl internationale als auch deutsche Topläufer/innen gehen hier regelmäßig an die
Startlinie, um neue Bestmarken aufzustellen.
Dementsprechend verwundert es auch nicht, dass beispielsweise Gesa Felicitas Krause dort über 1500 Meter startete. Die Bambergerin Emma Lindner (LGB) hatte die Ehre, durch ihre guten Vorleistungen in
diesen A-Lauf eingeteilt zu werden. Beflügelt von der tollen Atmosphäre und ein gleichmäßiges Rennen ohne viele Positionskämpfe, konnte Emma im Mittelfeld einen runden Lauf gestalten. Auf
den beiden letzten Runden machte sie sogar noch einige Plätze gut und landete in dem hochrangigen Feld auf Platz sechs. Für ihren Mut, ein hohes Tempo mitzugehen, wurde sie im Anschluss mit einer
phänomenalen neuen Bestzeit von 4:13,45 Minuten belohnt. Damit pulverisierte sie gleichzeitig den oberfränkischen Rekord - den ihre Schwester Jule mit 4:16,52 Minuten erst wenige Wochen zuvor neu
aufgestellt hatte! Zusätzlich blieb die Bambergerin klar unter der NK1 Norm des Deutschen Leichtathletikverbands, die bei 4:16 Minuten liegt. Bei den Deutschen Meisterschaften in Bochum möchte
sie nun gegebenenfalls sogar die Perspektivkadernorm von 4:12 Minuten in Angriff nehmen.
Vereinskollegin Eva Jansohn trat bei dem gleichen Meeting ebenfalls über 1500 Meter in einem anderen Lauf an. Mit 4:37,55 Minuten war sie aber nicht zufrieden. Am Ende resümierte Eva, dass sie
durch das Ende ihres Studiums und den beruflich bedingten Umzug nach Kaiserslautern, das Training unter diesen Bedingungen unterschätzt habe. Nun versucht sie die Saison als Übergang zu nutzen und
positiv in die weiteren Rennen zu gehen. Eventuell gelingt ihr Ende Juni noch ein guter Abschluss über 800 Meter.
Am selben Tag lief Jule Lindner in Eugene/Oregon noch das Finale über 3000 Meter Hindernis bei den nationalen Collegemeisterschaften. In einem Feld, das eher einem Weltmeisterschaftsaufgebot
glich, versuchte Jule zunächst am Ende der Führungsgruppe mitzulaufen. Aber ab dem zweiten Kilometer musste die Studentin etwas abreißen lassen. Dennoch konnte sie in 4:47,96 Minuten den siebten
Platz bei dieser nationalen Ausscheidung sichern. Damit blieb Jule in jedem Hindernisrennen der Saison unter ihrer bisherigen Bestzeit und konnte auch den alten Hausrekord der Virginia Tech jedes Mal
unterbieten. Mit ihrem siebten Platz erhielt die Bambergerin die Auszeichnung "First Team All American ".
Die ehrgeizige Läuferin war im Anschluss zwar mit der Position, aber nicht unbedingt mit der Zeit zufrieden. "Es war sehr heiß und dadurch heute einfach viel anstrengender als noch bei den Rennen
zuvor, als ich schneller gelaufen bin, ohne alles zu geben. Das ärgert mich etwas!" Schließlich ist Jule zwei Tage vorher noch im Vorlauf mit 9:44,43 Minuten (oberfränkischer Rekord) eine
deutlich schnellere Bestzeit gelaufen.
Falls sich bei der Deutschen Meisterschaft, welche nur einen Finallauf umfasst, noch ein schnelles Hindernisrennen ergibt, möchte sich Jule auf jeden Fall noch einmal eine neue Bestzeit erzielen. Helena Weiß
Roland Wild oberfränkischer Halbmarathonmeister
Beim 10. Mainauenlauf in Bayreuth wurden die oberfränkischen Halbmarathonmeisterschaften ausgetragen. Die Strecke führte viermal durch das hügelige Parkgelände. Den Gesamttitel der Männer sowie den Sieg in der M55 sicherte sich Roland Wild von der LG Bamberg in 1:23,34 Stunden. In der M45 gewann Matthias Flade (DJK LC Vorra) in 1:26,22 Stunden. Seine Vereinskollegin Gabi Bastina holte den Titel in der W55 in 1:56,17 Stunden. Ebenfalls erfolgreich war Manuela Glöckner vom SC Kemmern, die die Frauenklasse und die W50 in 1:38,48 Stunden gewann. Über 10 km gewann im CEP-Mainauenlauf Brendah Kebeya von der LG Bamberg die Frauenwertung in starken 35:53 Minuten. CS
Starke Sprintleistungen in Regensburg
Im Regensburger Universitätsstadion trafen bei der Sparkassen-Gala nahezu die gesamte deutsche Sprintelite und internationale Athletinnen und Athleten aufeinander – und es wurden starke Leistungen geboten. Bei idealen Bedingungen verbesserte Owen Ansah (Hamburger SV) seinen deutschen 100-Meter-Rekord auf 9,98 Sekunden. Bei den Frauen gewann Tatjana Pinto (Cologne Athletics) in 11,09 Sekunden. Auch die LG Bamberg war mit mehreren Athletinnen und Athleten vertreten. Leo Schramm lief über 100 Meter 10,86 Sekunden; kleinere technische Unstimmigkeiten im zweiten Streckenabschnitt kosteten dabei eine noch schnellere Zeit. Über 200 Meter zeigte er anschließend ein stärkeres Rennen: Dank einer klugen Renneinteilung stoppte die Uhr bei 21,53 Sekunden (0,1 Meter Rückenwind). Damit erfüllte er die B-Norm für die Deutschen Meisterschaften der Männer. Über 110 Meter Hürden testete Andrej Curcic (MU18) erneut seine Technik. Mit 14,96 Sekunden erfüllte auch er erneut die Qualifikationsleistung für die nationalen Meisterschaften. Katja Chernyi nutzte den Wettkampf ebenfalls als Formtest auf dem Weg zu den Deutschen Meisterschaften. Mit ihr stand Christiane Krifka, österreichische Staatsmeisterin im Hochsprung, am Start. Nach einem spannenden Wettbewerb teilten sich beide mit 1,74 Metern den ersten Platz. Für Chernyi bedeutete dies erneut die Bestätigung der Qualifikationsleistung für die Deutschen Meisterschaften der U23. An 1,77 Metern scheiterten beide nur knapp. Weitere Ergebnisse: Samuel Düsel 100 Meter 11,33 Sekunden, 400 Meter 50,89 Sekunden; Felix Schörner 200 Meter 22,89 Sekunden; Nils Urbanik 400 Meter 52,72 Sekunden; Eva Jansohn 800 Meter 2:16,32 Minuten; Sara Weichert 800 Meter 2:20,59 Minuten; Theresa Andersch 800 Meter 2:21,11 Minuten; Helene Krome (WU20) 3000 Meter 11:15,63 Minuten. CS 7.6.26
Lindner-Zwillinge mit starken Auftritten in Karlsruhe und den USA
Karlsruhe lockt mit seiner Langen Laufnacht Jahr für Jahr hochkarätige Lauftalente zu einem international stark besetzten Meeting. Mit dabei war auch Emma Lindner von der LG Bamberg, die mit dem Ziel einer neuen Bestzeit über 1.500 Meter an den Start ging.
Im zweitschnellsten Lauf des Tages hielt sich die Bambergerin von Beginn an in der Spitzengruppe hinter der Tempomacherin auf. Das dicht gedrängte Feld verlangte den Athletinnen jedoch permanente Aufmerksamkeit ab. Auch Emma Lindner geriet mehrfach aus dem Rhythmus, als sich die Positionen innerhalb der Gruppe verschoben. Kurz vor Beginn der Schlussrunde kam es dann zu einer unglücklichen Szene: Die Pacemakerin verließ die Bahn nicht wie üblich nach außen, sondern lief nach innen auf das Rasenfeld und übersah dabei die direkt hinter ihr laufende Bambergerin. Emma Lindner musste kurz abbremsen, konnte einen Sturz jedoch gerade noch vermeiden. Anschließend fand sie sich auf Rang zwei wieder.
Auf den letzten 200 Metern versuchte die Studentin noch einmal, sich besser zu positionieren. Dafür musste sie in der Kurve allerdings den längeren Weg über Bahn zwei in Kauf nehmen. Auf den letzten 50 Metern schwanden schließlich die Kräfte, sodass noch zwei Konkurrentinnen knapp vorbeiziehen konnten. Dennoch wurde ihr mutiger Rennverlauf belohnt: Mit 4:17,07 Minuten verbesserte Emma Lindner ihre persönliche Bestzeit deutlich. Bei einem etwas günstigeren Rennverlauf möchte sie diese Marke in den kommenden Wochen weiter steigern.
Ihre Vereinskollegin Eva Jansohn absolvierte in Karlsruhe ihren ersten 800-Meter-Lauf der Saison. Mit ihrer Endzeit von 2:14,21 Minuten zeigte sie sich jedoch nicht ganz zufrieden. Da sich ihre Beine bereits beim Aufwärmen nicht optimal angefühlt hatten, hofft sie, ihre Zeit bereits am kommenden Wochenende bei der Sparkassen-Gala in Regensburg deutlich zu verbessern.
Währenddessen kämpfte Jule Lindner am selben Tag in Lexington im US-Bundesstaat Kentucky um die Qualifikation für die nationale Collegemeisterschaft der USA. Nur die wenigsten Athletinnen und Athleten schaffen dieses Ziel bereits im ersten Studienjahr. Jule Lindner ließ jedoch von Beginn an keine Zweifel an ihrem Vorhaben aufkommen.
Für die direkte Qualifikation war ein Platz unter den ersten drei Läuferinnen des Vorlaufs erforderlich. Die Taktik sah daher vor, die als stärker eingeschätzte Angelina Napoleon zunächst ziehen zu lassen und sich selbst mit hohem Tempo auf Rang zwei abzusetzen. Genau diese Vorgabe setzte die junge Athletin konsequent um. Bereits nach dem ersten Kilometer lief sie ein weitgehend einsames Rennen auf dem zweiten Platz. In starken 9:46,95 Minuten überquerte sie schließlich als Zweite die Ziellinie und sicherte sich souverän das Ticket für die nationale Collegemeisterschaft.
Dort wartet nun hochkarätige Konkurrenz auf die Bambergerin. Mit Spannung darf erwartet werden, zu welcher persönlichen Bestzeit sie dort fähig sein wird. Anschließend wird auch Jule Lindner ihre Koffer packen und für die Deutschen Meisterschaften nach Deutschland reisen. Gemeinsam mit ihrer Schwester Emma wird sie dann im roten Trikot der LG Bamberg in Bochum an der Startlinie stehen. Helena Weiß
5 Qualifikationen für deutsche Meisterschaften in Regensburg errungen
Beim inklusiven Rolf-Watter-Sportfest in Regensburg fanden die Bamberger Leichtathleten beste Bedingungen vor: hochsommerliche Temperaturen, dazu nur wenig Wind. Das Ziel war, Qualifikationsnormen für die Deutschen Meisterschaften zu erfüllen und Punkte für das World Ranking zu sammeln.
Den Auftakt machte Andrej Curcic (LG Bamberg) in der MU18 über 110 Meter Hürden. Es war sein erster Start über diese Distanz – und gleich ein erfolgreicher: Mit 15,07 Sekunden blieb er direkt unter der Qualifikationsnorm von 15,20 Sekunden für die Deutschen Meisterschaften. Eine Stunde später bestätigte er seine Form und steigerte sich bei zweiten Rennen auf 14,91 Sekunden.
Parallel dazu stand der Hochsprung der Frauen auf dem Programm. Katja Chernyi stieg bei 1,62 Meter ein und überquerte alle Höhen bis 1,72 Meter im ersten Versuch. Für 1,72 Meter benötigte sie zwar einen Nachsprung, sicherte sich damit aber die Qualifikation für die Deutschen U23-Meisterschaften. An der B-Norm für die Deutschen Frauenmeisterschaften über 1,76 Meter scheiterte sie nur knapp. Sowohl Curcic als auch Chernyi gewannen ihre Wettbewerbe.
Spannend wurde es in den Staffelrennen. Die weibliche U18-Staffel über 4x100 Meter hatte die Qualifikation wenige Tage zuvor mit 50,04 Sekunden knapp verpasst. In Regensburg gelang nun eine deutliche Verbesserung: Lara Meixner, Frieda Ulrich, Thalia Raab und Charlotte Krause liefen 49,39 Sekunden – die schnellste jemals in Bamberg erzielte WU18-Zeit über diese Strecke – und gewannen ihre Altersklasse. Auch die Männerstaffel war siegreich: Julius Brückner, Leo Schramm, Samuel Düsel und Felix Schörner kamen nach 42,42 Sekunden ins Ziel und verpassten die B-Norm für die Deutschen Meisterschaften nur um zwei Hundertstel. Einen weiteren Staffelsieg holte die WU16 in 52,63 Sekunden. Ida Lotte Assmann, Stella Urban, Greta Marie Stolte und Eva Polzer überzeugten dabei mit flüssigen Wechseln bei ihrem Staffeldebüt.
Anschließend standen die Einzelrennen über 100 und 200 Meter an. In der MU18 unterstrich Julius Brückner seine DM-Form: Mit 11,29 Sekunden über 100 Meter und 22,58 Sekunden über 200 Meter erfüllte er die Qualifikationsnormen für die nationalen Meisterschaften und verbesserte dabei seine persönlichen Bestzeiten deutlich. Leo Schramm traf in beiden Läufen auf den bayerischen Rekordhalter Yannik Wolf aus München, der 10,15 Sekunden über 100 Meter lief und sich für die Europameisterschaften qualifizierte. Schramm belegte in 10,87 Sekunden Rang zwei. Über 200 Meter kam der Bamberger Student erneut hinter Wolf (20,61 Sekunden) nach 21,68 Sekunden ins Ziel und verpasste die B-Norm für die Deutschen Meisterschaften der Männer nur um drei Hundertstel. Über 400 Meter verbesserte Frieda Ulrich (WU18) in 61,49 Sekunden ihre Bestzeit und die Mittelstrecklerinnen Theresa Andersch (Frauen) und Christina Betz (WU20) lieferten 2:22,85 Minuten bzw. 2:24,26 Minuten ab.
Weitere Ergebnisse: 100 Meter WU20 Hanna Faatz 13,49 Sekunden, WU18 Thalia Raab 12,67 Sekunden, Lara Meixner 13, 49 Sekunden, W15 Stella Urban 13,71 Sekunden, W14 Eva Polzer 13,54 Sekunden, Ida Lotte Aßmann 13,79 Sekunden. CS
Deutsche Hochschulmeisterschaft: Leo Schramm zweimal Bronze
In Duisburg fanden zum dritten Mal in Folge die deutschen Hochschulmeisterschaften in der Leichtathletik statt. Temperaturen um 10 Grad, Wind, Regen und zeitweise Hagelschauer wechselten sich mit sonnigen Momenten beim Kräftevergleich der 60 gemeldeten Universitäten ab. Über 100 Meter und 200 Meter der Männer trat Leo Schramm (Universität Bamberg) an. Seinen 100-Meter-Vorlauf gewann er bei kühlem Regen und 2,4 Meter Gegenwind in 11,04 Sekunden. Im Endlauf packte er sein Sprintpotential aus und gewann in 10,89 Sekunden die Bronzemedaille. Gold ging an Kiani Mustaqeem von der Uni Duisburg-Essen in 10,75 Sekunden. Über die 200 Meter waren Zeitendläufe ausgeschrieben. Auf Grund seiner guten Meldeleistung wurde er in den schnellsten Lauf gesetzt. Am Start in das Stadionoval zeigte er eine gelungene Beschleunigungsphase und Ausgangs der Kurve lag Leo Schramm noch leicht in Führung, doch leider konnte er sein hohes Tempo nicht durchhalten. In 21,95 Sekunden kam er als Dritter ins Ziel, was in der Gesamtabrechnung aller Zeitendläufe Platz drei bedeutete. Damit hatte er in Duisburg seine zweite Bronzemedaille gewonnen und freute sich nach mehreren Endlaufteilnahmen bei Hochschulmeisterschaften in den letzten Jahren über seine ersten Einzelmedaillen bei einer nationalen Meisterschaft. Trainingskollege Max Schaffrath (Universität Bamberg) qualifizierte sich in 11,79 Sekunden für den 100 Meter B-Endlauf genau wie Leni Knoblach (Universität Bamberg) die bei Hagelschauer 13,82 Sekunden (B-Endlauf 13,70 Sekunden) lief. Für beide war es das erste Mal, dass sie ein B-Finale bei einer deutschen Hochschulmeisterschaft erreicht haben. CS
LG-Kurier 2025
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