Leichtathletikgemeinschaft Bamberg - Freude an Bewegung!
Katja Chernyi siegt bei ARGE-ALP Ländervergleichswettkampf
In Pergine Valsugana (Fersen im Suganertal) im Trentino fand in diesem Jahr der internationale ARGE-ALP-Leichtathletikvergleichswettkampf statt. Bei bestem Spätsommerwetter gingen zum Saisonabschluss 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus acht Alpenregionen an den Start. Für die Mannschaft des Freistaats Bayern war Katja Chernyi von der LG Bamberg, die bayerische Frauenmeisterin im Hochsprung, nominiert. Am frühen Sonntagvormittag traten zwölf Teilnehmerinnen zu einem hochkarätig besetzten Wettkampf an. Zu ihnen gehörten Lavinia Stieger aus Graubünden, Teilnehmerin an der diesjährigen U18-Europameisterschaft mit einer Bestleistung von 1,74 Metern, die Salzburger Vize-Staatsmeisterin im Hochsprung Angela Förster mit 1,77 Metern sowie die österreichische Vizemeisterin im Mehrkampf Angelina Rupp aus Vorarlberg mit 1,71 Metern. Katja Chernyi stieg bei 1,60 Metern in den Wettkampf ein und übersprang bis einschließlich 1,73 Meter jede Höhe im ersten Versuch. Zu diesem Zeitpunkt waren ihre Konkurrentinnen bereits ausgeschieden; die Schweizerin Lavinia Stieger stand mit übersprungenen 1,71 Metern als Silbermedaillengewinnerin fest. Die Bambergerin überquerte anschließend 1,75 Meter im zweiten Versuch und verbesserte damit ihre aktuelle Saisonbestleistung. An der folgenden Höhe von 1,77 Metern scheiterte sie nur knapp. Damit gewann Katja Chernyi ihren ersten internationalen Wettkampf. Zugleich sicherte sie der bayerischen Mannschaft einen von neun Einzelsiegen und wichtige Punkte für die Teamwertung. Aus Oberfranken waren außerdem Linus Liebenwald vom UAC Kulmbach und Laura Jungnickl von der LG Fichtelgebirge am Start. Liebenwald gewann den Hammerwurf mit 61,45 Metern; Jungnickl belegte im Diskuswurf mit 41,63 Metern den dritten Platz. In der Länderwertung siegte das Team aus Bayern mit 210,5 Punkten vor Südtirol mit 191,5 Punkten und dem Trentino mit 188 Punkten. CS 28.09.26
Sprintergold bei oberfränkischer Seniorenmeisterschaft
Bei den oberfränkischen Seniorenmeisterschaften die zusammen mit den Mittelfranken in Röthenbach a. d. Pegnitz ausgetragen wurden, lieferten die Seniorensprinter der LG Bamberg ab. In der M50 siegte Hartmut Hohmann über 100 Meter (13,25 Sekunden) vor Vereinskamerad Florian Hofmann (13,42 Sekunden). Über die 200 Meter drehte sich die Reihenfolge. Seniorenmeister wurde Florian Hofmann in 26,84 Sekunden, damit lief er gleichzeitig die Qualifikation für die Deutschen Master 2027, vor Hartmut Hohmann (27,82 Sekunden). Den Doppelsieg in der M55 holte sich Stephan Kunzelmann über die beiden Sprintstrecken (14,02 Sekunden bzw. 29,54 Sekunden) und einen weiteren Doppelsieg gab es für Harald Röder in der M60. Seine Strecken die 200 Meter (30,20 Sekunden) bzw. 400 Meter (67,36 Sekunden). Er qualifizierte sich mit seiner 400 Meterzeit ebenfalls für die deutschen Master 2027. CS 28.9.26
Brendah Kebeya gewinnt Fränkische Schweiz Marathon
Bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen fand der 25. Fränkische Schweiz Marathon statt. Gleichzeitig wurden auch die oberfränkischen Meisterschaften über diese Strecke ausgetragen. Von der LG Bamberg war Brendah Kebeya am Start.
Als einzige Frau blieb Brendah unter der Dreistundengrenze und siegte in der Gesamtwertung in 2:55:22 Stunden. Damit wurde sie oberfränkische Meisterin in der Frauenklasse sowie in der W30. CS
Erfolgreiche Landesmeisterschaften in Hof
Jahrzehntelang mussten Oberfrankens Leichtathletinnen und Leichtathleten darauf warten, dass wieder eine bayerische Meisterschaft der Männer und Frauen im Regierungsbezirk ausgetragen wurde. Der erste Wettkampftag in Hof begann bei kühlen 16 Grad und leichtem Nieselregen, am zweiten herrschten dagegen hochsommerliche Temperaturen. Parallel fanden die Wettbewerbe der männlichen und weiblichen U18 statt. Die LG Hof überzeugte als Gastgeberin mit einer rundum gelungenen, innovativen Veranstaltung: Einzelvorstellungen der Athleten mit Bild sowie eine 30 Meter lange Videowand, die Zieleinläufe aus verschiedenen Perspektiven zeigte, gab es so bei Landesmeisterschaften bisher nicht.
Vom „Heimspiel“ im eigenen Bezirk beflügelt, zeigten die Athletinnen und Athleten der LG Bamberg starke Leistungen. Leo Schramm trat bei den Männern in drei Disziplinen an und gewann drei Medaillen. Er eröffnete sein Wettkampfprogramm mit dem 100 Meter Vorlaufsieg in 10,94 Sekunden. Im Zwischenlauf blieb er mit 10,72 Sekunden nur eine Hundertstelsekunde über seiner persönlichen Bestleistung. Im Finale verhinderten die kühlen Bedingungen eine weitere Steigerung; in 10,78 Sekunden gewann er Bronze. Am späten Nachmittag folgte das Finale der 4x100-Meter-Staffel. Max Schaffrath, Leo Schramm, Samuel Düsel und Felix Schörner holten in einem spannenden Rennen mit gelungenen Wechseln in 42,46 Sekunden Silber. Damit gewann erstmals seit 45 Jahren wieder eine Bamberger Männerstaffel eine Medaille bei bayerischen Meisterschaften. Gold ging an die Startgemeinschaft Forchheim/Fürth in 42,21 Sekunden. Am zweiten Tag qualifizierte sich Leo Schramm über 200 Meter mit kontrollierten 21,97 Sekunden und der drittbesten Vorlaufzeit für das Finale. Dort traf er auf den 100-Meter-Sieger Fabian Olbert (Munich Athletics) und den Silbermedaillengewinner Raffieu Deen Johnson (TSV Penzberg). Im Vertrauen auf seinen starken Endspurt kämpfte er sich auf den letzten Metern auf Rang zwei vor. Mit 21,58 Sekunden lag er 14 Hundertstelsekunden hinter Olbert und drei Hundertstelsekunden vor Johnson. Drei Sprintmedaillen bei bayerischen Männermeisterschaften sind für einen Athleten der LG Bamberg eine besondere Bilanz.
Katja Chernyi kehrte mit Gold nach Hause zurück. Im Hochsprung der Frauen zeigte sie eine makellose, konstante Serie. Sie stieg bei 1,61 Metern ein und meisterte jede weitere Höhe bis 1,72 Meter im ersten Versuch. Ihre Konkurrentin Maryna Kovtunova (TS Herzogenaurach) hatte zu diesem Zeitpunkt bereits fünf Fehlversuche. Die Entscheidung fiel bei 1,75 Metern: Beide scheiterten knapp, sodass Katja Chernyi nach dem bayerischen Hallentitel auch im Freien Frauenmeisterin wurde. Aufgrund dieser Leistung wurde sie für den Vergleichskampf Arge-Alp nominiert. Dort treten dann nahe Trient im September neun Mannschaften gegeneinander an.
Simone Schramm erlebte bei den Frauen in ihren Wurfdisziplinen Freude und Enttäuschung. Kälte, Nieselregen und daraus resultierende technische Probleme verhinderten im Kugelstoßen (Platz vier mit 12,06 Metern) und Diskuswurf (Platz fünf mit 38,52 Metern) bessere Ergebnisse. Am sonnigen zweiten Tag überraschte sie dagegen im Speerwurf. Schon beim Einwerfen flog das 600 Gramm schwere Gerät in Richtung der 40-Meter-Marke, sodass im stark besetzten Feld eine Medaille möglich schien. Mit 39,57 Metern setzte sie sich bereits im ersten Versuch auf einen Medaillenrang. Anschließend steigerte sie sich von Wurf zu Wurf und erreichte im fünften Versuch 43,05 Meter – ihre beste Weite seit sechs Jahren. Damit rückte sie auf Platz zwei vor. Im sechsten Versuch erzielte sie noch 41,64 Meter, konnte die deutsche U23-Bronzemedaillengewinnerin Ronja Melzer (45,43 Meter) jedoch nicht mehr gefährden. Bronze ging an Celia Spieß (LG Telis Finanz Regensburg) mit 42,48 Metern. Der verdiente Lohn für die Athletin der LG Bamberg: Silber im Speerwurf.
Über 5000 Meter der Frauen ging die W45-Läuferin Elina Gradl vom SC Kemmern an den Start. Zu Beginn hielt sie sich taktisch klug in einer Verfolgergruppe hinter dem Führungstrio. Im weiteren Rennverlauf arbeitete sie sich kontinuierlich nach vorn und belegte in 17:58,15 Minuten Rang vier – zweieinhalb Sekunden über ihrer Bestzeit und vier Sekunden hinter Platz drei. Weitere Top-Acht-Platzierungen erzielten Nils Urbanik, Christina Betz und Maren Schütz. Urbanik (LG Bamberg) wurde bei den Männern über 400 Meter Hürden in 58,32 Sekunden Sechster. Betz belegte bei den Frauen über 800 Meter in 2:26,59 Minuten Rang acht. Dieselbe Platzierung erreichte Schütz in der WU18 im Dreisprung mit 9,69 Metern. Felix Schörner stellte über 100 Meter eine neue Bestzeit auf: Der M30-Athlet lief im Zwischenlauf 11,23 Sekunden. Thalia Raab verfehlte in der WU18 ihre persönliche Bestleistung im Vorlauf mit 12,63 Sekunden um eine Hundertstelsekunde und qualifizierte sich für den Zwischenlauf, den sie in 12,74 Sekunden absolvierte.
Weitere Ergebnisse: Männer: Samuel Düsel – 100 Meter: 11,40 Sekunden; 200 Meter: 23,08 Sekunden. Felix Schörner – 200 Meter: 23,27 Sekunden. WU18: Charlotte Krause – 100 Meter: 13,05 Sekunden. Frieda Ulrich – 100 Meter: 13,18 Sekunden; 200 Meter: 27,02 Sekunden. Frauen: Theresa Andersch – 400 Meter: 62,67 Sekunden. Simone Schramm – Dreisprung: 10,12 Meter. Margit Elfers (SC Kemmern) – 5000 Meter: 19:43,12 Minuten. CS 2.8.2026
Bayerische Leichtathletikmeisterschaften U23 U20 und U16
In Aichach fanden die bayerischen Leichtathletikmeisterschaften der U23, U20 und U16 statt. Dreimal Silber gab es für Athleten/innen der LG Bamberg. Den Anfang machte Theresa Andersch über 800 Meter in der WU23. In einem harten Spurtrennen um Platz zwei löste sie sich aus einer Verfolgergruppe und wurde in 2:20,04 Minuten Vizemeisterin, Bronze ging mit 2:20,31 Minuten weg. Einem Härtetest unterzog sich Nils Urbanik in der MU23. Am erst Tag testete er seine Kraftausdauer über 400 Meter mit Platz fünf in 52,63 Sekunden. Tags darauf fand seine eigentliche Spezialdisziplin, der 400 Meter Hürdenlauf statt. Dabei hatte er etwas Pech. In seinem Rennen strauchelte ein Mitkonkurrent und die gegnerische Hürde landete zum Teil in seiner Bahn. Trotzdem konnte er seinen Lauf in 58,68 Sekunden zu Ende bringen und wurde mit elf Hundertstel Rückstand auf den Sieger Silbermedaillengewinner. Weiter ...
Erding - Vorbereitung auf bayerische Meisterschaften
Bamberger Athleten/innen überprüften bei den oberbayerischen Meisterschaften (außer Konkurrenz) ihren aktuellen Stand im Vorfeld der bayerischen Meisterschaften. Persönliche Bestzeit über 100 Meter sprintete Leo Schramm in 10,71 Sekunden und die 200 Meter finishter er in 21,64 Sekunden. Julius Brückner deutete in 22,49 Sekunden seine Stärke über 200 Meter in der MU18 an. Die 4x100 Meter Staffel mit Julius Brückner, Leo Schramm, Samuel Düsel und Felix Schörner lieferte solide 42,25 Sekunden ab. Simone Schramm (Frauen) schleuderte ihren 1 Kilo Diskus auf 41,65 Meter und Sara Weichert lief die 800 Meter in ansprechenden 2:19,74 Minuten. CS
Deutsche Masters: Gold für Birgit Löffler-Röder
Die Leichtathletik-Senioren trugen ihre nationalen Titelkämpfe in Mönchengladbach/NRW aus. Starke Teilnehmerfelder machten das Siegen auch im höheren Alter zur wertvollen Leistungserhebung. Von der LG Bamberg verteidigte Dr. Birgit Löffler-Röder (W60) ihren Titel im Dreisprung (8,92 m), gefährdete aber ihre Favoritenrolle durch ungewohnte technische Fehler. Eine Art Korrektur gelang ihr im 80 m-Hürdensprint, wo sie in neuer persönlicher Bestleistung (14,53 Sek.) die Bronze-Medaille gewann. Mit demselben dritten Rang überraschte Roland Benedikt (M65) im Weitsprung mit 4,35 m und gefiel im 100 m-Sprint bei engem Zieleinlauf als Siebter in 14,40 Sekunden. Einen Härtetest unterzog sich Jule Woitkowiak in der W35. Über 400 Meter Hürden (74,75 Sekunden) lief sie als vierte knapp an der Medaille vorbei und zeigte über 400 m in 67,82 Sekunden und Platz sechs ihr Talent auf dem Stadionoval. Claudia Schramm (W55) startete über 800 Meter, lief jedoch die ersten 200 Meter zu schnell an und kam in 3:12:49 Minuten an (Platz 12). SCM CS
100 Jahre Volkspark
Der Bamberger Volkspark feiert sein 100-jähriges Jubiläum. Am 15. Juli 1926 wurden das Stadion und die Festwiese im Beisein des bayerischen Ministerpräsidenten Heinrich Held, des Erzbischofs von Johannes Jakobus von Hauck, Oberbürgermeister Luitpold Weegmann und des bayerischen Kronprinzen Rupprecht feierlich eingeweiht. Bereits am folgenden Tag fand mit dem Bayerischen Landesturnfest die erste Großveranstaltung auf dem Gelände statt. Auf der neu angelegten Aschenbahn wurden dann auch die ersten leichtathletischen Wettkämpfe ausgetragen.
Genau 100 Jahre später versammelten sich Sportlerinnen und Sportler der Leichtathletik-Gemeinschaft Bamberg an dieser traditionsreichen Stätte. Das heutige Fuchs-Park-Stadion ist die zentrale Trainings- und Wettkampfstätte der erfolgreichen Bamberger Startgemeinschaft mit ihren fast 500 Mitgliedern.
Für einen kurzen Moment wurde das Training unterbrochen, um an dieses besondere Jubiläum zu erinnern. Anschließend nahmen die Athletinnen und Athleten ihr Training wieder auf, denn es stehen noch Bayerische und Deutsche Meisterschaften an und die nächsten 100 Jahre Leichtathletik in der Hauptkampfbahn/Stadion wurden sportlich eingeläutet. CS
Zwillingssilber bei der Deutschen U23 Meisterschaft in Bochum
Im Lohrheidestadion in Bochum Wattenscheid fanden die diesjährigen Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften der U18 und U23 statt. Für die Altersklasse U23 war durch das Fehlen einer
internationalen Meisterschaft die Deutsche Meisterschaft zugleich der absolute Saisonhöhepunkt.
Die LG Bamberg war mit vier Startern/innen vertreten. Den Anfang machten Jule und Emma Lindner.
Während Emma sich bereits auf ihr Halbfinale über 1500 Meter vorbereitete, kam es zur großen Überraschung für das Feld. Da sich nur 14 Teilnehmerinnen zurückgemeldet hatten, entfiel der Vorlauf.
Durch die kurzfristige Absage ihres Halbfinallaufs konnte sich die Bambergerin gänzlich als Zuschauerin auf das Finale ihrer Zwillingsschwester über 3000 Meter Hindernis konzentrieren. Weiter ...
LG-Kurier 2025
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