Leichtathletikgemeinschaft Bamberg - Freude an Bewegung!

Bayerische Masters 2026 – bereit für die Deutschen Master Meisterschaften!

Foto: C. Schramm

Die bayerischen Masters in der Leichtathletik fanden in Aschaffenburg statt. Bei hochsommerlichen Temperaturen trafen sich 355 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 147 Vereinen im Alter von 30 bis 93 Jahren. Für viele ging es darum, die Qualifikationsleistungen für die Deutschen Meisterschaften in zwei Wochen zu erfüllen.

Simone Schramm (LG Bamberg) startete in der W30 in vier Disziplinen. In dieser Altersklasse liegt das Niveau häufig noch auf dem der bayerischen Meisterschaften der Männer und Frauen. Gold gewann sie im Speerwurf: Ihr 600 Gramm schweres Wurfgerät landete bei 38,73 Metern. Dazu kamen drei Silbermedaillen im Kugelstoß (12,43 Meter), Diskuswurf (40,25 Meter) und Weitsprung (4,88 Meter). In ihrer Altersklasse werden noch keine Deutschen Meisterschaften ausgetragen.

Jule Woitkowiak wurde in der W35 Doppelmeisterin über 200 Meter (29,39 Sekunden) und 400 Meter (66,21 Sekunden) und qualifizierte sich damit für die Deutschen Meisterschaften. Bereits am Dienstag zuvor hatte sie in Erlangen über 400 Meter Hürden in 74,71 Sekunden die Norm erfüllt.

Dreimal Gold holte die vielfache deutsche Seniorenmeisterin Birgit Löffler-Röder (W60) nach Bamberg. Über 80 Meter Hürden musste sie in der W55 antreten, weil die Hürden in Aschaffenburg nicht auf die Höhe der W60 eingestellt werden konnten. Dennoch siegte sie souverän in 15,29 Sekunden. Im Weitsprung gewann sie mit 3,96 Metern und zwei Zentimetern Vorsprung auf ihre Konkurrentin, im Dreisprung mit 9,07 Metern.

Claudia Schramm (W55) erfüllte über 800 Meter mit Silber in 3:06,55 Minuten die Qualifikation. Außerdem siegte sie im Speerwurf mit 21,69 Metern und gewann Bronze über 400 Meter in 1:22,56 Minuten.

Die Läuferinnen des SC Kemmern starteten hauptsächlich über die längeren Strecken: Elina Gradl (W45) siegte über 5000 Meter in 18:19,06 Minuten und war damit schneller wie bei ihrem Sieg bei der deutschen Meisterschaft im Mai. Kathrin Kromme (W50) erzielte bei ihrem Doppelsieg bei Hitze und Wind über 800m 2:47,49 Minuten und über 5000m 21:09,87 Minuten. Damit hat auch sie die Qualifikationsleistungen für die deutschen Meisterschaften über 800 Meter erfüllt. Mit Bronze konnte Margit Elfers (W30) nach Hause fahren. Über 800 Meter lief sie 2:42,75 Minuten und Manuela Glöckner (W50) brachte Silber über 200 Meter in 36,45 Sekunden ins Ziel.

Roland Benedikt (M65) LG Bamberg überraschte mit Gold im Weitsprung (4,48 Meter), versilberte die 100 Meter (14,48 Sekunden) sowie die 200 Meter (30,73 Sekunden) und fährt damit zur Deutschen Meisterschaft nach Mönchengladbach. Für Altmeister Roland Wild (M55) gab es Silber über 5000 Meter in 18:39,37 Minuten. CS

Süddeutsche Meisterschaft: Silber und Bronze

Foto: Schramm

Bei hochsommerlichen Temperaturen um 34 Grad wurden in Koblenz die Süddeutschen Leichtathletik-Meisterschaften der Männer, Frauen und U18 ausgetragen. In der Mittagshitze startete Katja Chernyi von der LG Bamberg im Hochsprung der Frauen. Sie stieg bei 1,66 Metern ein, musste in den folgenden Versuchen mehrfach ihren Anlauf korrigieren und übersprang schließlich im zweiten Nachsprung 1,74 Meter. Damit gewann sie Bronze und bestätigte erneut die Qualifikationsnorm für die Deutschen Meisterschaften in der kommenden Woche in Bochum. Den Titel holte Maryna Kovtunova vom TS Herzogenaurach mit 1,78 Metern. Auch die Sprinter kamen mit den sommerlichen Bedingungen gut zurecht. Julius Brückner (MU18) lief im Vorlauf über 100 Meter mit 11,28 Sekunden bei 0,7 Metern Gegenwind persönliche Bestzeit. Im Zwischenlauf steigerte er sich auf 11,19 Sekunden (+1,0 m/s Rückenwind). Damit verpasste er zwar knapp das Finale, verbesserte jedoch erneut seine Bestleistung und bestätigte ebenfalls die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften. Leo Schramm hatte sich eigentlich auf die 100 und 200 Meter der Männer konzentrieren wollen, war zugleich aber für die 4x400-Meter-Mixed-Staffel gemeldet. Im 100-Meter-Vorlauf zeigte er sein neues Sprintvermögen: Mit 10,75 Sekunden lief er bei 0,8 Metern Gegenwind persönliche Bestzeit und erzielte die drittschnellste Zeit aus sieben Vorläufen. Nach kurzer Überlegung verzichtete er zugunsten der Staffel auf den Zwischenlauf. Kurz darauf folgte ein Schreckmoment: Staffelmitglied Samuel Düsel war auf der Anreise aus München in Frankfurt gestrandet, weil sein Anschlusszug nach Koblenz ausfiel. Kurzerhand wurde entschieden, ihn mit dem Auto aus Montabaur abzuholen. Gerade noch rechtzeitig erreichten alle vier Staffelmitglieder den Callroom und zeigten anschließend ein starkes Rennen. Samuel Düsel bewies auf seiner Lieblingsstrecke große Steherqualitäten und wechselte zeitgleich mit dem führenden Läufer aus Mainz. Mittelstrecklerin Eva Jansohn lief die nächsten 400 Meter unter 60 Sekunden und übergab mit Rückstand an Leo Schramm, der die Lücke wieder schloss. Schlussläuferin Frieda Ulrich hatte es mit der starken Läuferin aus Mainz zu tun, sicherte aber mit deutlichem Vorsprung auf die LG Rheinfront (3:45,67 Minuten) den zweiten Platz in 3:39,78 Minuten. Der Lohn: die Silbermedaille für die Teammitglieder der LG Bamberg bei der Süddeutschen Meisterschaft und ein gemeinsames Bad in der Eistonne. Den Sieg holte der TSV Schott Mainz in 3:45,78 Minuten. Am nächsten Tag lief Eva Jansohn über 800 Meter 2:14,54 Minuten und belegte Platz neun. CS

Herbert Neubauer verstorben

Foto: Neubauer

Herbert Neubauer, oberfränkischer Rekordhalter mit der 4x100-Meter-Männerstaffel und ehemaliger 100-Meter-Rekordhalter in 10,59 Sekunden, ist verstorben. Der begnadete Sprinter, der relativ spät über eine Wette den Weg zur Leichtathletik fand, wurde 75 Jahre alt. Ende der 70er-Jahre lagen ihm mit einem Wettkampfgewicht von 68 Kilogramm besonders die kürzeren Strecken. 6,84 Sekunden und Platz 3 bei den Deutschen Hallenmeisterschaften der Männer, Platz 3 über 100 Meter in Bayern, der 3. Platz bei den Süddeutschen Meisterschaften in Ingelheim sowie der bayerische Meistertitel mit der 4x100-Meter-Staffel im Jahr 1977 waren Teil seiner Erfolgsbilanz. Nach seiner aktiven Zeit engagierte er sich als Abteilungsleiter beim TSG 05 Bamberg und stellte sich als versierter Kampfrichter zur Verfügung. Der TSG-Kraftraum war an den Wochenenden sein sportlicher Aktivraum – mit unendlich vielen Barren-Dips –; zudem half er bei vielen Sanierungsarbeiten, etwa bei der Polsterung der Bänke oder bei Estricharbeiten. Als ehemaliger Topsprinter hatte er auch immer ein offenes Ohr für Fragen im Sprintbereich, und junge Nachwuchsathleten führten mit ihm so manchen konstruktiven Plausch. CS

Emma Lindner pulverisiert oberfränkischen Rekord

Foto: Lindner

Die Merck Laufgala in Pfungstadt bietet alljährlich ein hochkarätiges Meeting für die Mittelstrecke ein. Sowohl internationale als auch deutsche Topläufer/innen gehen hier regelmäßig an die Startlinie, um neue Bestmarken aufzustellen.
Dementsprechend verwundert es auch nicht, dass beispielsweise Gesa Felicitas Krause dort über 1500 Meter startete. Die Bambergerin Emma Lindner (LGB) hatte die Ehre, durch ihre guten Vorleistungen in diesen  A-Lauf eingeteilt zu werden. Beflügelt von der  tollen Atmosphäre und ein gleichmäßiges Rennen ohne viele Positionskämpfe, konnte Emma im Mittelfeld einen runden Lauf gestalten. Auf den beiden letzten Runden machte sie sogar noch einige Plätze gut und landete in dem hochrangigen Feld auf Platz sechs. Für ihren Mut, ein hohes Tempo mitzugehen, wurde sie im Anschluss mit einer phänomenalen neuen Bestzeit von 4:13,45 Minuten belohnt. Damit pulverisierte sie gleichzeitig den oberfränkischen Rekord - den ihre Schwester Jule mit 4:16,52 Minuten erst wenige Wochen zuvor neu aufgestellt hatte! Zusätzlich blieb die Bambergerin klar unter der NK1 Norm des Deutschen Leichtathletikverbands, die bei  4:16 Minuten liegt. Bei den Deutschen Meisterschaften in Bochum möchte sie nun gegebenenfalls sogar die Perspektivkadernorm von 4:12 Minuten in Angriff nehmen.
Vereinskollegin Eva Jansohn trat bei dem gleichen Meeting ebenfalls über 1500 Meter in einem anderen Lauf an. Mit 4:37,55 Minuten  war sie aber nicht zufrieden. Am Ende resümierte Eva, dass sie durch das Ende ihres Studiums und den beruflich bedingten Umzug nach Kaiserslautern, das Training unter diesen Bedingungen unterschätzt habe. Nun versucht sie die Saison als Übergang zu nutzen und positiv in die weiteren Rennen zu gehen. Eventuell gelingt ihr Ende Juni noch ein guter Abschluss über 800 Meter.
Am selben Tag lief Jule Lindner  in Eugene/Oregon noch das Finale über 3000 Meter Hindernis bei den nationalen Collegemeisterschaften. In einem Feld, das eher einem Weltmeisterschaftsaufgebot glich, versuchte Jule zunächst am Ende der Führungsgruppe mitzulaufen. Aber ab dem zweiten Kilometer musste die Studentin etwas abreißen lassen. Dennoch konnte sie in 4:47,96 Minuten den siebten Platz bei dieser nationalen Ausscheidung sichern. Damit blieb Jule in jedem Hindernisrennen der Saison unter ihrer bisherigen Bestzeit und konnte auch den alten Hausrekord der Virginia Tech jedes Mal unterbieten. Mit ihrem siebten Platz erhielt die Bambergerin die Auszeichnung "First  Team All American ".
Die ehrgeizige Läuferin war im Anschluss zwar mit der Position, aber nicht unbedingt mit der Zeit zufrieden. "Es war sehr heiß und dadurch heute einfach viel anstrengender als noch bei den Rennen zuvor, als ich schneller gelaufen bin, ohne alles zu geben. Das ärgert mich etwas!"  Schließlich ist Jule zwei Tage vorher noch im Vorlauf mit 9:44,43 Minuten (oberfränkischer Rekord)  eine deutlich schnellere Bestzeit gelaufen.

Falls sich bei der Deutschen Meisterschaft, welche nur einen Finallauf umfasst, noch ein schnelles Hindernisrennen ergibt, möchte sich Jule auf jeden Fall noch einmal eine neue Bestzeit erzielen. Helena Weiß

Roland Wild oberfränkischer Halbmarathonmeister

Beim 10. Mainauenlauf in Bayreuth wurden die oberfränkischen Halbmarathonmeisterschaften ausgetragen. Die Strecke führte viermal durch das hügelige Parkgelände. Den Gesamttitel der Männer sowie den Sieg in der M55 sicherte sich Roland Wild von der LG Bamberg in 1:23,34 Stunden. In der M45 gewann Matthias Flade (DJK LC Vorra) in 1:26,22 Stunden. Seine Vereinskollegin Gabi Bastina holte den Titel in der W55 in 1:56,17 Stunden. Ebenfalls erfolgreich war Manuela Glöckner vom SC Kemmern, die die Frauenklasse und die W50 in 1:38,48 Stunden gewann. Über 10 km gewann im CEP-Mainauenlauf Brendah Kebeya von der LG Bamberg die Frauenwertung in starken 35:53 Minuten. CS

Starke Sprintleistungen in Regensburg

Foto: C. Schramm

Im Regensburger Universitätsstadion trafen bei der Sparkassen-Gala nahezu die gesamte deutsche Sprintelite und internationale Athletinnen und Athleten aufeinander – und es wurden starke Leistungen geboten. Bei idealen Bedingungen verbesserte Owen Ansah (Hamburger SV) seinen deutschen 100-Meter-Rekord auf 9,98 Sekunden. Bei den Frauen gewann Tatjana Pinto (Cologne Athletics) in 11,09 Sekunden. Auch die LG Bamberg war mit mehreren Athletinnen und Athleten vertreten. Leo Schramm lief über 100 Meter 10,86 Sekunden; kleinere technische Unstimmigkeiten im zweiten Streckenabschnitt kosteten dabei eine noch schnellere Zeit. Über 200 Meter zeigte er anschließend ein stärkeres Rennen: Dank einer klugen Renneinteilung stoppte die Uhr bei 21,53 Sekunden (0,1 Meter Rückenwind). Damit erfüllte er die B-Norm für die Deutschen Meisterschaften der Männer. Über 110 Meter Hürden testete Andrej Curcic (MU18) erneut seine Technik. Mit 14,96 Sekunden erfüllte auch er erneut die Qualifikationsleistung für die nationalen Meisterschaften. Katja Chernyi nutzte den Wettkampf ebenfalls als Formtest auf dem Weg zu den Deutschen Meisterschaften. Mit ihr stand Christiane Krifka, österreichische Staatsmeisterin im Hochsprung, am Start. Nach einem spannenden Wettbewerb teilten sich beide mit 1,74 Metern den ersten Platz. Für Chernyi bedeutete dies erneut die Bestätigung der Qualifikationsleistung für die Deutschen Meisterschaften der U23. An 1,77 Metern scheiterten beide nur knapp. Weitere Ergebnisse: Samuel Düsel 100 Meter 11,33 Sekunden, 400 Meter 50,89 Sekunden; Felix Schörner 200 Meter 22,89 Sekunden; Nils Urbanik 400 Meter 52,72 Sekunden; Eva Jansohn 800 Meter 2:16,32 Minuten; Sara Weichert 800 Meter 2:20,59 Minuten; Theresa Andersch 800 Meter 2:21,11 Minuten; Helene Krome (WU20) 3000 Meter 11:15,63 Minuten. CS 7.6.26

 

Lindner-Zwillinge mit starken Auftritten in Karlsruhe und den USA

Foto: Lindner

 

Karlsruhe lockt mit seiner Langen Laufnacht Jahr für Jahr hochkarätige Lauftalente zu einem international stark besetzten Meeting. Mit dabei war auch Emma Lindner von der LG Bamberg, die mit dem Ziel einer neuen Bestzeit über 1.500 Meter an den Start ging.

Im zweitschnellsten Lauf des Tages hielt sich die Bambergerin von Beginn an in der Spitzengruppe hinter der Tempomacherin auf. Das dicht gedrängte Feld verlangte den Athletinnen jedoch permanente Aufmerksamkeit ab. Auch Emma Lindner geriet mehrfach aus dem Rhythmus, als sich die Positionen innerhalb der Gruppe verschoben. Kurz vor Beginn der Schlussrunde kam es dann zu einer unglücklichen Szene: Die Pacemakerin verließ die Bahn nicht wie üblich nach außen, sondern lief nach innen auf das Rasenfeld und übersah dabei die direkt hinter ihr laufende Bambergerin. Emma Lindner musste kurz abbremsen, konnte einen Sturz jedoch gerade noch vermeiden. Anschließend fand sie sich auf Rang zwei wieder. Weiter ...

LG-Kurier 2025

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