Leichtathletikgemeinschaft Bamberg - Freude an Bewegung!
Lindner-Zwillinge mit starken Auftritten in Karlsruhe und den USA
Karlsruhe lockt mit seiner Langen Laufnacht Jahr für Jahr hochkarätige Lauftalente zu einem international stark besetzten Meeting. Mit dabei war auch Emma Lindner von der LG Bamberg, die mit dem Ziel einer neuen Bestzeit über 1.500 Meter an den Start ging.
Im zweitschnellsten Lauf des Tages hielt sich die Bambergerin von Beginn an in der Spitzengruppe hinter der Tempomacherin auf. Das dicht gedrängte Feld verlangte den Athletinnen jedoch permanente Aufmerksamkeit ab. Auch Emma Lindner geriet mehrfach aus dem Rhythmus, als sich die Positionen innerhalb der Gruppe verschoben. Kurz vor Beginn der Schlussrunde kam es dann zu einer unglücklichen Szene: Die Pacemakerin verließ die Bahn nicht wie üblich nach außen, sondern lief nach innen auf das Rasenfeld und übersah dabei die direkt hinter ihr laufende Bambergerin. Emma Lindner musste kurz abbremsen, konnte einen Sturz jedoch gerade noch vermeiden. Anschließend fand sie sich auf Rang zwei wieder.
Auf den letzten 200 Metern versuchte die Studentin noch einmal, sich besser zu positionieren. Dafür musste sie in der Kurve allerdings den längeren Weg über Bahn zwei in Kauf nehmen. Auf den letzten 50 Metern schwanden schließlich die Kräfte, sodass noch zwei Konkurrentinnen knapp vorbeiziehen konnten. Dennoch wurde ihr mutiger Rennverlauf belohnt: Mit 4:17,07 Minuten verbesserte Emma Lindner ihre persönliche Bestzeit deutlich. Bei einem etwas günstigeren Rennverlauf möchte sie diese Marke in den kommenden Wochen weiter steigern.
Ihre Vereinskollegin Eva Jansohn absolvierte in Karlsruhe ihren ersten 800-Meter-Lauf der Saison. Mit ihrer Endzeit von 2:14,21 Minuten zeigte sie sich jedoch nicht ganz zufrieden. Da sich ihre Beine bereits beim Aufwärmen nicht optimal angefühlt hatten, hofft sie, ihre Zeit bereits am kommenden Wochenende bei der Sparkassen-Gala in Regensburg deutlich zu verbessern.
Währenddessen kämpfte Jule Lindner am selben Tag in Lexington im US-Bundesstaat Kentucky um die Qualifikation für die nationale Collegemeisterschaft der USA. Nur die wenigsten Athletinnen und Athleten schaffen dieses Ziel bereits im ersten Studienjahr. Jule Lindner ließ jedoch von Beginn an keine Zweifel an ihrem Vorhaben aufkommen.
Für die direkte Qualifikation war ein Platz unter den ersten drei Läuferinnen des Vorlaufs erforderlich. Die Taktik sah daher vor, die als stärker eingeschätzte Angelina Napoleon zunächst ziehen zu lassen und sich selbst mit hohem Tempo auf Rang zwei abzusetzen. Genau diese Vorgabe setzte die junge Athletin konsequent um. Bereits nach dem ersten Kilometer lief sie ein weitgehend einsames Rennen auf dem zweiten Platz. In starken 9:46,95 Minuten überquerte sie schließlich als Zweite die Ziellinie und sicherte sich souverän das Ticket für die nationale Collegemeisterschaft.
Dort wartet nun hochkarätige Konkurrenz auf die Bambergerin. Mit Spannung darf erwartet werden, zu welcher persönlichen Bestzeit sie dort fähig sein wird. Anschließend wird auch Jule Lindner ihre Koffer packen und für die Deutschen Meisterschaften nach Deutschland reisen. Gemeinsam mit ihrer Schwester Emma wird sie dann im roten Trikot der LG Bamberg in Bochum an der Startlinie stehen. Helena Weiß
5 Qualifikationen für deutsche Meisterschaften in Regensburg errungen
Beim inklusiven Rolf-Watter-Sportfest in Regensburg fanden die Bamberger Leichtathleten beste Bedingungen vor: hochsommerliche Temperaturen, dazu nur wenig Wind. Das Ziel war, Qualifikationsnormen für die Deutschen Meisterschaften zu erfüllen und Punkte für das World Ranking zu sammeln.
Den Auftakt machte Andrej Curcic (LG Bamberg) in der MU18 über 110 Meter Hürden. Es war sein erster Start über diese Distanz – und gleich ein erfolgreicher: Mit 15,07 Sekunden blieb er direkt unter der Qualifikationsnorm von 15,20 Sekunden für die Deutschen Meisterschaften. Eine Stunde später bestätigte er seine Form und steigerte sich bei zweiten Rennen auf 14,91 Sekunden.
Parallel dazu stand der Hochsprung der Frauen auf dem Programm. Katja Chernyi stieg bei 1,62 Meter ein und überquerte alle Höhen bis 1,72 Meter im ersten Versuch. Für 1,72 Meter benötigte sie zwar einen Nachsprung, sicherte sich damit aber die Qualifikation für die Deutschen U23-Meisterschaften. An der B-Norm für die Deutschen Frauenmeisterschaften über 1,76 Meter scheiterte sie nur knapp. Sowohl Curcic als auch Chernyi gewannen ihre Wettbewerbe.
Spannend wurde es in den Staffelrennen. Die weibliche U18-Staffel über 4x100 Meter hatte die Qualifikation wenige Tage zuvor mit 50,04 Sekunden knapp verpasst. In Regensburg gelang nun eine deutliche Verbesserung: Lara Meixner, Frieda Ulrich, Thalia Raab und Charlotte Krause liefen 49,39 Sekunden – die schnellste jemals in Bamberg erzielte WU18-Zeit über diese Strecke – und gewannen ihre Altersklasse. Auch die Männerstaffel war siegreich: Julius Brückner, Leo Schramm, Samuel Düsel und Felix Schörner kamen nach 42,42 Sekunden ins Ziel und verpassten die B-Norm für die Deutschen Meisterschaften nur um zwei Hundertstel. Einen weiteren Staffelsieg holte die WU16 in 52,63 Sekunden. Ida Lotte Assmann, Stella Urban, Greta Marie Stolte und Eva Polzer überzeugten dabei mit flüssigen Wechseln bei ihrem Staffeldebüt.
Anschließend standen die Einzelrennen über 100 und 200 Meter an. In der MU18 unterstrich Julius Brückner seine DM-Form: Mit 11,29 Sekunden über 100 Meter und 22,58 Sekunden über 200 Meter erfüllte er die Qualifikationsnormen für die nationalen Meisterschaften und verbesserte dabei seine persönlichen Bestzeiten deutlich. Leo Schramm traf in beiden Läufen auf den bayerischen Rekordhalter Yannik Wolf aus München, der 10,15 Sekunden über 100 Meter lief und sich für die Europameisterschaften qualifizierte. Schramm belegte in 10,87 Sekunden Rang zwei. Über 200 Meter kam der Bamberger Student erneut hinter Wolf (20,61 Sekunden) nach 21,68 Sekunden ins Ziel und verpasste die B-Norm für die Deutschen Meisterschaften der Männer nur um drei Hundertstel. Über 400 Meter verbesserte Frieda Ulrich (WU18) in 61,49 Sekunden ihre Bestzeit und die Mittelstrecklerinnen Theresa Andersch (Frauen) und Christina Betz (WU20) lieferten 2:22,85 Minuten bzw. 2:24,26 Minuten ab.
Weitere Ergebnisse: 100 Meter WU20 Hanna Faatz 13,49 Sekunden, WU18 Thalia Raab 12,67 Sekunden, Lara Meixner 13, 49 Sekunden, W15 Stella Urban 13,71 Sekunden, W14 Eva Polzer 13,54 Sekunden, Ida Lotte Aßmann 13,79 Sekunden. CS
Deutsche Hochschulmeisterschaft: Leo Schramm zweimal Bronze
In Duisburg fanden zum dritten Mal in Folge die deutschen Hochschulmeisterschaften in der Leichtathletik statt. Temperaturen um 10 Grad, Wind, Regen und zeitweise Hagelschauer wechselten sich mit sonnigen Momenten beim Kräftevergleich der 60 gemeldeten Universitäten ab. Über 100 Meter und 200 Meter der Männer trat Leo Schramm (Universität Bamberg) an. Seinen 100-Meter-Vorlauf gewann er bei kühlem Regen und 2,4 Meter Gegenwind in 11,04 Sekunden. Im Endlauf packte er sein Sprintpotential aus und gewann in 10,89 Sekunden die Bronzemedaille. Gold ging an Kiani Mustaqeem von der Uni Duisburg-Essen in 10,75 Sekunden. Über die 200 Meter waren Zeitendläufe ausgeschrieben. Auf Grund seiner guten Meldeleistung wurde er in den schnellsten Lauf gesetzt. Am Start in das Stadionoval zeigte er eine gelungene Beschleunigungsphase und Ausgangs der Kurve lag Leo Schramm noch leicht in Führung, doch leider konnte er sein hohes Tempo nicht durchhalten. In 21,95 Sekunden kam er als Dritter ins Ziel, was in der Gesamtabrechnung aller Zeitendläufe Platz drei bedeutete. Damit hatte er in Duisburg seine zweite Bronzemedaille gewonnen und freute sich nach mehreren Endlaufteilnahmen bei Hochschulmeisterschaften in den letzten Jahren über seine ersten Einzelmedaillen bei einer nationalen Meisterschaft. Trainingskollege Max Schaffrath (Universität Bamberg) qualifizierte sich in 11,79 Sekunden für den 100 Meter B-Endlauf genau wie Leni Knoblach (Universität Bamberg) die bei Hagelschauer 13,82 Sekunden (B-Endlauf 13,70 Sekunden) lief. Für beide war es das erste Mal, dass sie ein B-Finale bei einer deutschen Hochschulmeisterschaft erreicht haben. CS
39. Internationales Ludwig-Jall-Sportfest
Beim 39. Internationalen Ludwig-Jall-Sportfest in München gab es trotz wechselnder Wetterverhältnisse ansprechende Leistungen für Athleten aus Bamberg. Simone Schramm (LG Bamberg) startete in zwei Wurfwettbewerben. Im Diskuswettbewerb schlug ihr 1 Kilo schwerer Hochleistungsdiskus trotz Wind und Regen bei 40,25 Meter auf. Damit gewann sie zum ersten Mal bei einem internationalen Wettbewerb. Im Kugelstoßwettkampf mit der komplexen Drehstoßtechnik lieferte sie Saisonbestleistung mit 12,45 Meter und Platz 4 ab. Samuel Düsel testete seine Sprintqualitäten: 11,58 Sekunden über die 100 Meter und 51,33 Sekunden auf dem 400 Meter Stadionoval nahm er mit nach Hause. Ebenfalls über die 400 Meter testete Para-Leistungssportler Maximilian Ley (Böhnlein Sports Bamberg) seine Sprintausdauer. Eigentlich auf den Mittelstrecken zu Hause arbeitet er gerade an seiner Grundschnelligkeit. Er kam in 69,21 Sekunden in Ziel. CS
Laufteam der LG Bamberg startete auf verschiedenen Strecken und Straßenläufen in die Sommersaison
Andreas Güßregen, Ryan Crisp und Brendah Kebeya feierten erste Erfolge bei Straßenläufen. Die beiden Männer starteten mit einer Überdistanz, dem Obermain Halbmarathon, in diesen Wettkampfabschnitt. Mit 1:16,08 Minuten konnte Ryan Crisp in der M35 den 1. Platz belegen und wurde im Gesamteinlauf Sechster. Bei seinem Halbmarathondebüt erzielte sein Trainingspartner Andreas mit 1:16,49 Minuten den 3. Platz in der MU30 und wurde im Gesamteinlauf Achter. Kurz darauf drehten die beiden den Spieß um, beim Neuhauser Straßenlauf konnte Andreas Güßregen über 10 Kilometer mit 34:32 Minuten den 2. Platz im Gesamteinlauf belegen, Ryan wurde mit 35:14 Minuten 4. In ihren Altersklassen lagen beide auf Platz 1 und 2.
Während Ryan Crisp in Schweinfurt beim Main City Run nochmal über 10 Kilometer startete und sich mit 34:36 Minuten (2. Gesamteinlauf, 1. AK) deutlich verbesserte, nutzte Andreas Güßregen den Regensburger Trachtenlauf als Unterdistanz und neuartiges Laufexperiment. Mit guter Geschwindigkeit - gelaufen in kompletter Tracht – konnte er nicht nur sein Ziel eines hochwertigen Tempotrainings erreichen, sondern auch den Gesamtsieg, der ihn seinem zweiten Ziel, einer neuen Tracht, durch den Gewinngutschein auch ein erhebliches Stück näher brachte.
Auch Brendah Kebeya stieg nach der Geburt ihres zweiten Kindes wieder mit den Straßenläufen ein. In Neuhaus konnte sie mit 36:18 Minuten mit großem Abstand den Lauf gewinnen. Beim Bamberger Unilauf möchte sie natürlich wieder um den Sieg und eine Zeit unter 36 Minuten mitlaufen!
In den weiteren Wochen können wir uns sicher auf tolle Ergebnisse der genannten Bamberger Läufer/innen und weiterer Trainingspartner/innen freuen. Beim Unilauf am 28.06. wird die LG Bamberg mit ihren roten Trikots sowohl bei den Kinderläufen als auch beim Hauptlauf stark vertreten sein. Helena Weiß
Qualifikationen für bayerische Meisterschaften abgehakt
Bei ihrem Sieg in Konz im Saar-Mosel Stadion holte sich Eva Jansohn (Frauen) die Qualifikation für die Landesmeisterschaften über 1500 Meter in 4:39,86 Sekunden. Beim Bayerntop Leichtathletik-Meeting in Germering hinderte der unangenehme Gegenwind von bis zu 1,7 Meter Thalia Raab (WU18) und Charlotte Krause (WU18) nicht ihre Fahrkarten für die Landesmeisterschaften einzufahren. Raab die letztjährige bayerische Vizemeisterin der W15 lief die 100 Meter in 12,82 Sekunden und Kause zeigte mit 12,74 Sekunden (100 Meter) und 26,36 Sekunden (200 Meter) neue persönliche Bestleistungen. Im Dreisprung hakte Maren Schütz (WU18) mit 9,51 Meter die Qualifikation ab. Etwas Pech hatte Katja Chernyi (Frauen) im Hochsprung. Sie scheiterte knapp an den 1,72 Meter, der Qualifikation für die deutschen U23 Meisterschaften und kehrte mit 1,70 Meter nach Bamberg zurück. Simone Schramm (Frauen) nahm den Wettkampf als Trainingseinheit an. 11,43 Meter im Kugelstoß und 40,44 im Diskuswurf ihre Leistungsüberprüfung und Marlon Lehner MU20 verpasste mit 1,74 Meter im Hochsprung die Bayernqualifikation knapp.
Oberfränkische Meisterinnen über die 4x100 Meter wurde die WU18 Staffel der LG Bamberg in Katzwang. In der Besetzung Valentina Brückner, Frieda Ulrich, Thalia Raab und Charlotte Krause verpasste das Quartett bei seinem Sieg nur knapp die Qualifikation für die deutschen Meisterschaften in 50,04 Sekunden. Zu starker Wind von 2,1 Meter verhinderte die Anerkennung der 100 Meter Leistungen von Thalia Raab (12,59 Sekunden), Frieda Ulrich (13,01 Sekunden) und Valentina Brückner (13,37 Sekunden). Stella Urban (W15) siegte über die 100 Meter in 13,73 Sekunden im Rahmenwettbewerb. In Kitzingen holte sich Christina Betz (WU20) ihre Qualifikationsleistung für die bayerischen Meisterschaften über 400 Meter Hürden bei ihrem Sieg in 1:09,11 Sekunden und in Veitsbronn gewannen Suki Goldhofer (W10) LG Bamberg in 2:55,68 Sekunden sowie Emma Schott (W11) SC Memmelsdorf in 2:45,92 Minuten ihre 800 Meter Rennen. CS
LG-Kurier 2025
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