Leichtathletikgemeinschaft Bamberg - Freude an Bewegung!
Deutsche Hochschulmeisterschaft: Leo Schramm zweimal Bronze
In Duisburg fanden zum dritten Mal in Folge die deutschen Hochschulmeisterschaften in der Leichtathletik statt. Temperaturen um 10 Grad, Wind, Regen und zeitweise Hagelschauer wechselten sich mit sonnigen Momenten beim Kräftevergleich der 60 gemeldeten Universitäten ab. Über 100 Meter und 200 Meter der Männer trat Leo Schramm (Universität Bamberg) an. Seinen 100-Meter-Vorlauf gewann er bei kühlem Regen und 2,4 Meter Gegenwind in 11,04 Sekunden. Im Endlauf packte er sein Sprintpotential aus und gewann in 10,89 Sekunden die Bronzemedaille. Gold ging an Kiani Mustaqeem von der Uni Duisburg-Essen in 10,75 Sekunden. Über die 200 Meter waren Zeitendläufe ausgeschrieben. Auf Grund seiner guten Meldeleistung wurde er in den schnellsten Lauf gesetzt. Am Start in das Stadionoval zeigte er eine gelungene Beschleunigungsphase und Ausgangs der Kurve lag Leo Schramm noch leicht in Führung, doch leider konnte er sein hohes Tempo nicht durchhalten. In 21,95 Sekunden kam er als Dritter ins Ziel, was in der Gesamtabrechnung aller Zeitendläufe Platz drei bedeutete. Damit hatte er in Duisburg seine zweite Bronzemedaille gewonnen und freute sich nach mehreren Endlaufteilnahmen bei Hochschulmeisterschaften in den letzten Jahren über seine ersten Einzelmedaillen bei einer nationalen Meisterschaft. Trainingskollege Max Schaffrath (Universität Bamberg) qualifizierte sich in 11,79 Sekunden für den 100 Meter B-Endlauf genau wie Lenie Knoblach (Universität Bamberg) die bei Hagelschauer 13,82 Sekunden (B-Endlauf 13,70 Sekunden) lief. Für beide war es das erste Mal, dass sie ein B-Finale bei einer deutschen Hochschulmeisterschaft erreicht haben. CS
Jule Lindner - neuer oberfränkischer Rekord über 3000 Meter Hindernis - 9:46.08 Minuten
Marco Sahm, Tobias Teuscher, Roland Wild deutsche Berglaufmeister M50/60
Nachdem die Masters der LG Bamberg wegen hartnäckiger Verletzung seit eineinhalb Jahren nicht gemeinsam antreten konnten, starteten die drei bei der Deutschen Berglaufmeisterschaft in Breitungen/Thüringen. Auf 13 Kilometern mussten 750 Höhenmeter bis zum Turm des Pleßberg überwunden werden. Eine Besonderheit der Strecke ist die sogenannte „Hirschwand“ mit bis zu 40% Steigung und 1 Kilometer Länge. Oben angekommen, geht es auf einem Waldweg steil bergab, um anschließend die „Hirschwand“ ein zweites Mal zu bezwingen. Als Gesamtschnellster und deutscher Meister der Männer erreichte Tobias Ulbrich (LG Region Landshut) nach 50:37min. das Ziel. Hanna Gröber (LAV Stadtwerke Tübingen/57:37min.) holte den Titel bei den Frauen. Von der LG Bamberg gelang Marco Sahm (M50) ein perfektes Rennen. Mit der Zeit von 1:02:35 Std. gewann er die lang verdiente Bronzemedaille. Marcos zweite Einzelmedaille in der Leichtathletik überhaupt. Eine zuverlässig gute Leistung lieferte Tobias Teuscher in 1:05:47 Std. als 4. der M55. Roland Wild (1:06:11Std/6.M55) kam sieben Sekunden hinter dem schnellsten Altersklassenläufer des SSC Hanau Rodenbach, der stärksten Konkurrenz um den Mannschaftstitel, ins Ziel. In dem Moment konnten die drei Masters der LG Bamberg schon fast sicher sein, die Goldmedaille als Deutscher Meister in der Mannschaftswertung M50-M60 gewonnen zu haben. RLA
Bayerische Langstaffelmeisterschaft - 6 Medaillen
In Rödental fanden bei angenehmen Temperaturen die hervorragend organisierten Bayerischen Langstaffel-Meisterschaften in der Leichtathletik statt. Als vor über 50 Jahren drei Bamberger Leichtathletikabteilungen sich zusammenschlossen, war eines ihrer Hauptargumente, starke Staffeln aufstellen zu können. Die Gründungsväter der LG Bamberg hätten sich durch die Ausbeute bei dieser Landesmeisterschaft in ihrer Entscheidung bestätigt gefühlt. Zwar gab es diesmal keine Goldmedaille zu vermelden, da einige Leistungsträgerinnen in den USA trainieren, aber von den acht Staffeln aus Bamberg, die am Start waren, konnten sechs Edelmetall erringen.
Zu Beginn der Veranstaltung stand die 4x400 Meter mixed Staffel der Männer/Frauen an. Samuel Düsel lief die erste Stadionrunde zügig und übergab an dritter Stelle liegend an Theresa Andersch. Die Mittelstrecklerin gab alles und reichte den Staffelstab an Leo Schramm weiter. Er näherte sich zwar dem Führungsduo aus Forchheim und Gräfelfing an, doch konnte nicht überholen. Schlussläuferin Frieda Ulrich lief eine starke Schlussrunde und finnischte in 3:42,74 Sekunden. Damit wurde das Quartett aus Bamberg hinter Forchheim (3:39,97) und Gräfelfing (3:40,17) Bronzemedaillengewinner und qualifizierte sich für die Deutschen Meisterschaften in Celle. Gleich dreimal Silber gab es für die 4x400 Meter Staffeln aus Bamberg. Den Anfang machten die Damen mit Startläuferin Frieda Ulrich zweieinhalb Stunden nach ihrem Lauf in der Mixed-Staffel. An zweiter Stelle liegend übergab sie an Katja Chernyi der Süddeutsche Vizemeisterin im Hochsprung der Frauen. Dies spricht für den Teamgeist in der LG Bamberg und einer breiten konditionellen Basis einer der besten deutschen Hochspringerinnen. Mittelstrecklerin Sara Weichert, die extra aus München anreiste, baute den zweiten Platz aus und Christina Betz, die schon einen 800 Meter Staffellauf in den Beinen hatte, lief sicher die Silbermedaille in der Frauenklasse in 4:12.95 Minuten vor dem LAZ Würzburg nach Hause. Teamgeist brachte auch die 4x400 Meter Männerstaffel ein. Startläufer war der letztjährige bayerische 80 Meter Hürdenmeister in der M15 Andrej Curcic, der zum ersten Mal in seiner Karriere das Stadionoval durchlief. An Platz vier liegend übergab er auf Julius Brückner der ebenfalls sein Debüt auf der Strecke ablieferte. Seine Spezialstrecke sind eigentlich die 100 Meter, doch teilte er sein Rennen intelligent ein und überholte die vor ihm laufenden Teams der StG Neustadt/Bayreuth und der LG Donau-Ries. Samuel Düsel baute den Vorsprung aus und Leo Schramm konnte in lockeren 49 Sekunden die Silbermedaille für sein Team ins Ziel in 3:29,62 Minuten bringen. Ebenfalls Silber errangen Nils Urbanik, Linus Fischer-Dederra, Johnathan Wager und Andreas Güßregen mit der 4x400 Meter der MU23. Im übersichtlichen Teilnehmerfeld galt es den zweiten Platz aus dem letzten Jahr in 3:43,50 Minuten abzusichern. Erneut fuhren sie mit Silber nach Hause. Zwei weitere Silbermedaillen gab es für die hoch motivierten Mittelstrecklerinnen. Noch völlig außer Atem von ihrem 400 Meter mixed Start lief Therea Andersch die 3x800 Meter Staffel der Frauen an und reihte sich in der Spitzengruppe der Starterinnen ein. Marie Hauer sicherte den zweiten Platz ab und Sara Weichert brachte eine weitere Silbermedaille in 7:19,03 Minuten hinter der Mannschaft der LG Stadtwerke München nach Bamberg. Zum Abschluss der Veranstaltung stand noch die 3x1000 Meter Staffel der MU23 an. Erneut starteten Nils Urbanik, Jonathan Wagner sowie Andreas Güßregen. In 9:11,48 Minuten holten sie sich eine weitere Vizemeisterschaft. Die positive Bilanz für die LG Bamberg rundeten zwei vierte Plätze ab. Die 4x400 Meter Staffeln der WU20 liefen in der Besetzung Linda Klaumünzer, Margarete Hampe, Matilda Obando und Marie Hauer 4:35,67 Minuten und die 3x800 Meter Staffel der WU20 mit Linda Klaumünzer, Christina Betz und Margarete Hampe in 7:48,30 Minuten.
Im Rahmenwettbewerb der Veranstaltung siegte Valentin Wunder über 800 Meter in der M10 in 2:43,30 Minuten. CS
Neue Vorstandschaft im Förderverein Leichtathletik e.V. Bamberg
Die Mitgliederversammlung des Fördervereins Leichtathletik Bamberg fand in der Spezerei Gundelsheim statt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Neuwahlen des Vorstands. Nachdem Klaus Schliewa nicht mehr für eine weitere Amtszeit zur Verfügung stand, war ein Wechsel im Vorstand erforderlich.
Die reibungslos ablaufenden Neuwahlen brachten folgendes Ergebnis:
1. Vorsitzende: Dr. Birgit Löffler-Röder
2. Vorsitzende: Eva Winkler
Schatzmeister: Katja Rohatsch
Zu Kassenrevisoren wurden Beate Scheller-Hegenwald und Heinz-Georg Bloß berufen.
Nach den Neuwahlen dankte Gerhard Weiß Klaus Schliewa für seinen Einsatz und hob hervor, dass durch dessen Engagement der Förderverein gut für kommende Aufgaben gerüstet ist. CS
DM Halle Masters - Gold und Silber für Birgit Löffler-Röder
„Verbinde das Notwendige mit dem Nützlichen“, hatte sich Bambergs erfolgreichste Leichtathletik-Seniorin Dr. Birgit Löffler-Röder gedacht, mit der Fahrt nach Düsseldorf einem Ärzte-Kongress mit den zeitgleich ausgeschriebenen Deutschen Hallen-Meisterschaften zu bewältigen: Schließlich ging es um die Titelverteidigung. Die Beine krampften beim Dreisprung und gestatteten der Athletin der Klasse W60 mit 9,05 m zwar den Titelgewinn, aber nicht das zweistellige Ergebnis vorm Komma. Das Drama wiederholte sich im 60 Meter-Hürdensprint: der Körper blockierte und ließ nur den Gewinn der Vizemeisterschaft (11,23 Sekunden) zu.
Als zweiter Vertreter der LG Bamberg trat Roland Benedikt in der Klasse M65 im Sprint über die volle Hallen-Runde, gleich 200 m an und schloss als Siebter in 30,15 Sekunden ab. SCM
Medaillen bei bayerischer Crosslaufmeisterschaft
Zum ersten Mal fanden die Bayerischen Crossmeisterschaften in Regensburg am Donaupark statt. Die Strecke führte zunächst entlang des Westbadweihers und dann einen Hügel mit einer langen Steigung
hinauf. Hier mussten, je nach Streckenlänge, mehrere Runden mit ständigem Auf und Ab absolviert werden.
Die LG Bamberg war im Frauenfeld über 3600 Meter mit den Juniorinnen Theresa Andersch, Marie Hauer und Christina Betz vertreten. Mit ihren Jahrgängen von 2006-2008 gehörten sie zu den jüngsten
Läuferinnen im Feld und verkauften sich dennoch hervorragend. Theresa und Marie hielten immer Anschluss zu den Podestplätzen. Am Ende reichte es jedoch nur für Platz vier (14:40 Minuten, Marie Hauer)
und fünf (14:48 Minuten, Theresa Andersch) in der Einzelwertung. Die noch deutlich jüngere Sprinterin Christina Betz nahm die für sie sehr lange Strecke im Dienste der Mannschaftswertung auf sich und
konnte mit 15:29 Minuten auf Platz 10 trotzdem erfolgreich abschneiden. In der Mannschaftswertung der Juniorinnen bedeutete diese Teamleistung Platz 1 bei der Bayerischen Meisterschaft. Darüber
hinaus wurden die Bambergerinnen für ihre tolle Leistung ein weiteres Mal belohnt, denn ihre Einzelergebnisse waren so gut, dass es auch noch im stark besetzten Frauenfeld für den 3. Platz in der
Mannschaftswertung reichte.
Ihr Teamkollege Andreas Güßregen ging wenig später im Männerfeld - ebenfalls noch als Junior- auf die gleiche Strecke. Mit einer wahnsinnig starken Laufleistung arbeitete sich der Student auf der
zweiten Runde immer weiter nach vorne. Am Ende reichten sein Schlussspurt und die Zeit von 12:15 Minuten noch zu dem dritten Platz in der Einzelwertung der Junioren. Somit konnten alle
Teilnehmer/innen der LG Bamberg mit mindestens einer Medaille zufrieden die diesjährige Crosssaison abschließen.
Auch die Läuferinnen des SC Kemmern überzeugten im Feld der Seniorinnen. Elina Gradel schloss mit einem furiosen Rennen die 4,8 km lange Distanz in 20:15 Minuten ab und gewann in der W 45 den
bayerischen Meistertitel gewinnen. Ihre Vereinskollegin Carmen Schlichting-Förtsch erlief mit 22:54 Minuten zusätzlich den 8. Platz und konnte sich – wie schon so oft – weit vorne platzieren.
Ebenfalls auf das Podest stürmte Manuela Glöckner in der W50, die sich mit tollen 22:14 Minuten auf dem hügeligen Parcours den 2. Platz in der Bayerischen Meisterschaft sicherte!
Die Region Bamberg war somit in den verschiedenen Altersklassen stark vertreten und konnte sich durch die LG Bamberg und den SC Kemmern mit allen Teilnehmern/innen weit vorne präsentieren! Helena
Weiß
Jule Lindner weiter auf Rekordjagd
Seit Mitte August studieren und trainieren Jule und Emma Lindner von der LG Bamberg - an der Virginia Tech in den USA. Bis auf einen kurzen Heimatbesuch zur Weihnachtszeit und ein DLV
Trainingslager in Portugal drehen sie somit unter top Bedingungen (Leichtathletikhalle, Fitnessstudio, Physio...) ihre Runden mit ihrer neuen internationalen Trainingsgruppe. Bereits erste Crossläufe
zeigten eine positive weitere Leistungsentwicklung. Erste messbare und vergleichbare Erfolge feierten sie nun zu Beginn der Hallensaison in den USA.
In den Einzelrennen gingen die Zwillinge beide zunächst in der eigenen Halle in Blacksburg über 800 Meter an den Start. Mit 2:11,37 Minuten (Jule) und 2:11,95 Minuten (Emma) erzielten sie neue
persönliche Hallenbestleistungen. Emma Lindner legte dann in Winston-Salem beim Asics Sound Invite Meeting auf der in den USA üblichen Strecke, der Meile, nochmal deutlich nach. Mit einer fabelhaften
Zeit von 4:41,96 Minuten hakte sie nach Ausstieg der einzigen ernsthaften Konkurrentin letztendlich im Alleingang die ACC (Atlantic Coast Conferece) Norm für die Conference Meisterschaften ab.
Ihrer Schwester Jule gelang dies sowohl auf der Meile (4:41,56 Minuten) als auch eine Woche später über 3000 Meter. Mit 9:13,03 Minuten schaffte sie nicht nur die ACC Norm, sondern verbesserte
gleichzeitig ihren eigenen oberfränkischen Rekord in der Frauenklasse. Diese tollen Einstiege in die Bahnsaison zeigen, dass ihr Training aktuell von Erfolg gekrönt wird. Bei der ACC Meisterschaft
hoffen beide Schwestern auf gute Platzierungen und legen eventuell - je nach Möglichkeit bei einem Meisterschaftsrennen – noch einmal eine Schippe drauf! Helena Weiß
Katja Chernyi süddeutsche Vizemeisterin im Hochsprung der Frauen
In einer der größten Leichtathletikhallen in Deutschland, dem Olympiastützpunkt Frankfurt, fanden die süddeutschen Hallenmeisterschaften statt. Von der LG Bamberg hatten sich drei Athleten/innen qualifiziert.
Mit der viertbesten Meldeleistung im zwölfköpfigen Teilnehmerfeld trat Katja Chernyi im stark besetzten Hochsprungwettbewerb der Frauen an. Bei der Höhe von 1,65 Meter stieg die diesjährige bayerische Hallenmeisterin in den Wettkampf ein und übersprang sie problemlos. Für die 1,70 Meter benötigte sie einen Nachsprung, meisterte die nächste Höhe von 1,75 Meter dann wieder im ersten Versuch. Hierbei zeigte sie, dass sie auch größere Höhen überspringen kann. Als nächste Sprunghöhe standen die 1,78 Meter an, die sie jeweils knapp gerissen hat. Mit ihren 1,75 Meter hat sie erneut die B-Qualifikation für die deutschen Hallenmeisterschaften erfüllt und wurde Süddeutsche Vizemeisterin vor Jara Ellinger aus Stuttgart, die 1,83 meisterte.
Simone Schramm startete im Kugelstoßwettbewerb der Frauen. Eine kurze Verunsicherung erlitt sie, als der Kampfrichter ihre 300 Euro teure Hochleistungskugel nicht zum Wettkampf zuließ. Eine andere Kugel hatte eine kleine Delle auf der 4 Kilo schweren Eisenkugel verursacht. Damit war ihre Kugel nicht mehr wettkampftauglich und sie musste mit einer fremden Kugel den Wettkampf bestreiten. Dennoch wuchtete sie mit ihrer neuen Drehstoßtechnik das ungewohnte Wurfgerät auf 12,64 Meter und wurde damit sechste.
Über die 200 Meter-Hallenrunde startete Leo Schramm bei den Männern. In seinem Vorlauf kam er aber mehrmals aus dem Rhythmus, da die überhöhte Außenlaufbahn an mehreren Stellen nicht gleichmäßig verläuft und kleinere Wellen aufweist. Mit seiner Laufzeit von 22,44 Sekunden hätte er zwar die Finalläufe erreicht, verzichtete jedoch. CS
Drei Medaillen bei bayerischer Hallenmeisterschaft mit Winterwurf
Alljährlich trifft sich die bayerische Leichtathletik-Elite im Münchner Olympiapark zu ihren Hallenmeisterschaften mit Winterwurf. Bei der Zweitagesveranstaltung in der Lindehalle und dem Außenbereich ging es in den Altersklassen der Männer/Frauen und dem Nachwuchs um die Landestitel. Aus Bamberger Sicht war die Medaillenausbeute zwar nicht so umfangreich wie in den letzten Jahren, doch auf hohem Niveau.
Im Hochsprung der Frauen startete Katja Chernyi (LG Bamberg). Mit zwölf Teilnehmerinnen war der Wettbewerb stark besetzt und die Favoritin Maryna Kovtunova vom TS Herzogenaurach hatte mit 1,85 Meter gemeldet. Als Katja Chernyi bei 1,63 Meter in den Wettbewerb einstieg hatte sich das Teilnehmerfeld schon auf vier Athletinnen reduziert. Bis zur Höhe von 1,72 Meter übersprang sie alle Höhen sicher im ersten Versuch, während Kovtunova bei 1,66 Meter einstieg und bei 1,72 Meter einen Fehlversuch verzeichnete. Beide bewältigten die 1,75 Meter im ersten Nachsprung. Bei der nächsten Höhe (1,78 Meter) scheiterten beide knapp. So konnte sich Katja Chernyi über ihre erste Landesmeisterschaft und die Goldmedaille freuen, Silber ging an Kovtunova. Mit den übersprungenen 1,75 Metern erfüllten die Athletinnen die B-Qualifikation für die deutschen Hallenmeisterschaften.
Zwei Medaillen brachte Simone Schramm nach Hause zurück. Am ersten Tag stand das Kugelstoßen der Frauen auf dem Programm. Hier merkte man, dass noch nicht alle Bewegungsabläufe der Drehstoßtechnik voll umgesetzt werden konnten. Ihre vier Kilo schwere Eisenkugel landete bei 12,19 Meter. Damit gewann sie die Bronzemedaille. Besser lief es dann am Vormittag des zweiten Tags. Auf der Diskus-Wurfanlage unterhalb des Olympiastadions schleuderte sie trotz frostiger Temperaturen ihr 1 Kilo schweres Wurfgerät auf 39,22 Meter. Damit versilberte sie ihre Weite und wurde bayerische Vizemeisterin in der Frauenklasse. Ein deutlich weiterer Wurf schlug knapp außerhalb des Sektors im Schnee auf. Kurz danach nahm sie noch am Speerwurfwettbewerb teil. Ihr 600 Gramm schwerer Speer landete bei 38,38 Meter und Platz vier.
Leo Schramm startete über 60 Meter der Männer. Nach Vorlauf (7,06 Sekunden) und Zwischenlauf (7,04 Sekunden) qualifizierte er sich für das Finale. Leider musste er sich auf Grund muskulärer Probleme abmelden.
Besser erging es da Charlotte Krause (WU18). Nach dem Vorlauf über 60 Meter in 8,09 Sekunden verpasste sie um zwei Hundertstel den A-Endlauf äußerst knapp. Den B-Endlauf gewann sie in 8,02 Sekunden, damit wäre sie im A-Finale siebte geworden. Am folgenden Wettkampftag startete sie über die 200 Meter. Auf dem anspruchsvollen Hallen-Oval zeigte sie eine läuferisch starke Leistung und verbesserte ihre persönliche Bestzeit um fast eine Sekunde. Mit 25,77 Sekunden landete sie auf Platz vier.
Um eine Sekunde verbesserte Frieda Ullrich (WU18) über 400 Meter ihre Bestzeit. Mit 62,16 Sekunden wurde sie sechste auf der kräftezehrenden Strecke.
Auch Christina Betz (WU20) lieferte bei diesen Hallenmeisterschaften eine neue persönliche Bestzeit ab. Im 800 Meter-Finale kam sie in 2:26,11 Minuten ins Ziel und wurde mit Platz Fünf belohnt. CS
Nordbayerische Meisterschaft: Katja Chernyi 1,77 Meter im Hochsprung
Auch am dritten Wettkampftag der nordbayerischen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften in Fürth wurde ein neuer Teilnehmerrekord erzielt. Aus Sicht der Bamberger Athletinnen konnten dabei zwei herausragende Ergebnisse verzeichnet werden.
Katja Chernyi (LG Bamberg) startete erstmals in der Frauenklasse im Hochsprung und zeigte eine beeindruckende Leistung. Sie begann den Wettkampf mit der Einstiegshöhe von 1,61 Meter und meisterte sowohl 1,64 als auch 1,67 Meter jeweils im ersten Versuch. Bei der Höhe von 1,70 Meter benötigte sie drei Versuche, wobei hier deutlich wurde, dass die technischen Abläufe noch nicht optimal abgestimmt sind – insbesondere, da ein kontinuierliches Techniktraining im Bamberger Winter nicht möglich ist.
Die Latte bei 1,73 Meter überquerte Chernyi wieder souverän und die 1,77 Meter meisterte sie im dritten Versuch. An der nächsten Höhe von 1,80 Meter scheiterte sie nur knapp. Mit ihrer Leistung sicherte sie sich den Titel der nordbayerischen Meisterin in der Frauenklasse und erfüllte gleichzeitig die B-Qualifikation für die deutschen Hallenmeisterschaften der Frauen im Februar. Wie hoch diese Leistung einzuschätzen ist, zeigt auch ihr sechster Platz in der aktuellen deutschen Frauenbestenliste.
Für einen weiteren Bamberger Erfolg sorgte Simone Schramm im Kugelstoßen der Frauen. Sie erreichte mit einer Weite von 12,28 Meter den ersten Platz und brachte damit die zweite Goldmedaille nach Bamberg. Während einer ihrer Versuche kam es allerdings zu einem Schreckmoment: Ihre vier Kilogramm schwere Kugel schlug zwischen den Füßen eines Kampfrichters auf, der daraufhin umstürzte. Glücklicherweise wurde niemand verletzt und alle Beteiligten waren erleichtert.
Da Simone Schramm die anspruchsvolle Drehstoßtechnik anwendet, kann es vorkommen, dass ein Stoß unerwartet weit fliegt oder an einer ungewöhnlichen Stelle innerhalb des Sektors landet. Es ist sehr wahrscheinlich, dass dieser Versuch deutlich weiter als ihre Siegesweite gewesen wäre, allerdings konnte die Weite aufgrund der beschriebenen Umstände nicht gemessen werden.
Bis zum letzten Durchgang lag Trainingskollegin Christina Holzner im Kugelstoßwettbewerb auf Rang drei mit 10,61 Meter. Leider wurde sie im letzten Versuch noch abgefangen und landete auf Rang vier. CS
Nordbayerische Hallenmeisterschaften - Erfolgreich in die neue Saison gestartet
Mit dem Auftakt der nordbayerischen Hallenmeisterschaften in Fürth begann für die Leichtathletinnen und Leichtathleten aus Ober-, Mittel- und Unterfranken sowie der Oberpfalz die neue Wettkampfaison. Die zweitägige Veranstaltung verzeichnete einen neuen Teilnehmerrekord. Den Anfang machten die Altersklassen der Männer/Frauen sowie der MW U20/U18.
Im 200-Meter-Zeitendlauf der Männer sicherte sich Leo Schramm (LG Bamberg) mit einer Zeit von 22,47 Sekunden und einem Vorsprung von nur einer Hundertstelsekunde auf Niklas Wiethoff (LAC Quelle Fürth) den nordbayerischen Meistertitel. Über die 60 Meter zeigte Schramm ebenfalls eine starke Leistung und belegte in 7,15 Sekunden Rang drei. Auch der weibliche Nachwuchs der LG Bamberg überzeugte mit beachtlichen Resultaten: Charlotte Krause (WU18) gewann zwei Medaillen, wurde über 60 Meter in 8,09 Sekunden Vizemeisterin und erkämpfte sich über 200 Meter in 26,64 Sekunden Bronze – dies bedeutete zudem die zehntschnellste Zeit ihrer Altersklasse in der ewigen Bamberger Bestenliste. Frieda Ullrich erreichte im 60-Meter-Rennen mit 8,23 Sekunden Platz vier und sicherte sich über 200 Meter Platz sechs in 26,23 Sekunden. Über die 400 Meter lief sie in 63,53 Sekunden auf den fünften Rang.
Ungewöhnlich lange (zwei Stunden) dauerte der Dreisprungwettbewerb an dem Tag, da man alle anwesenden Altersklassen gemeinsam starten lies. Dies störte jedoch Maren Schütz (WU18) nicht in ihrem ersten Wettkampf in dieser Disziplin. Sie holte mit 9,31 Metern die Silbermedaille für den Bamberger Nachwuchs. Im taktisch geprägten Lauf über 800 Meter der weiblichen U20 sicherte sich Christina Betz in 2:30,24 Minuten ebenfalls Silber.
Am zweiten Tag traten die jüngeren Altersklassen an. Leonard Thomann erzielte in der M12 mit einer Zeit von 2:42,97 Minuten seinen ersten nordbayerischen Titel über 800 Meter. Lediglich drei Jugendliche waren in Bamberg bislang schneller als er. In der teilnehmerstarken W14 belegte Ida Lotte Aßmann über 60 Meter in schönen 8,51 Sekunden den dritten Platz, während Eva Polzer mit 8,60 Sekunden Rang fünf erreichte. Über 800 Meter liefen Adrian Schröter (M14, 2:33,70 Minuten) auf Platz sieben und Nathanael Aiglstorfer (M13, 2:51,53 Minuten) auf Platz acht. CS